Vom Sound her komplett anders als die "Str8 Killa" EP, trotzdem kann ich mit dem Album etwas anfangen, was ich bei einem komplett von Madlib produzierten Album nie gedacht hätte. Kein Track ist schlecht, dafür aber auch keiner wirklich überragend ("Shitsville" gefällt mir am besten). Auf "Pinata" bewegt sich alles zwischen ok und gut, gegen Ende wird's aber etwas langweiliger. Freddie Gibbs gefällt mir größtenteils sehr gut, auf South-lastigen Beats sagt er mir aber mehr zu. Die Features sind insgesamt auch gut, vor allem Raekwon sagt mir als Feat. immer wieder sehr zu. Den Part von Danny Brown finde ich dagegen schrecklich.
Auf Freddie wurde gestern nach einem Konzert in Brooklyn geschossen, ist aber zum Glück nichts Schlimmeres passiert. Nur einer seiner Freunde wurde am Knie getroffen, hat aber überlebt.
Ich kann mich hier nur wiederholen. "Pinata" ist mein Album des Jahres 2014 und auf dem Weg, eins meiner Lieblingsalben zu werden. Wie bereits erwähnt war ich bei den bisherigen Projekten von Freddie Gibbs nie wirklich glücklich mit dem Beatteppich (außer bei seiner EP mit Statik Selektah). Hier ist dieser hundertzehnprozentig auf Gibbs abgestimmt und man merkt auch, dass Madlib ihm mit seinen Produktionen entgegengekommen ist, wirklich experimentell ist ja kaum was davon. Das macht dann halt auch einfach einen Produzenten seines Formats aus. Mein Highlight ist "Harold's", gefolgt von "Deeper", "Bomb", "Thuggin", "Robes", "Broken", "Lakers" und "Shame". Die Gäste wurden alles in allem auch gut gewählt, ein paar find ich trotzdem weiterhin überflüssig. Die Höhepunkte davon sind natürlich Raekwon und Scarface. Insgesamt ein extrem stimmiges Album und für mich wahrscheinlich sogar schon Gibbs' Meilenstein, obwohl er ja noch einige Jahre vor sich hat.